Donnerstag, 28. Juli 2011

Einmal Neuseeland zum Mitnehmen, Teil 1


Alles begann am Morgen des 23.06. mit der Abfahrt in Napier. Es regnete wie aus Eimern und ich war auf dem Weg nach Auckland. Warum es geregnet hat weiß ich nicht. Nach Auckland aber bin ich gefahren um Jana vom Flughafen abzuholen da wir zusammen für 4 Wochen in Neuseeland herum reisen wollten. Gesagt getan von Napier ging es nach Taupo, wo es regnete, weiter nach Hamilton, wo es regnete und dann zu meinem Nachtquartier in Raglan wo es zu meiner Überraschung mal nicht regnete.
Am nächsten Tag regnete es wieder und ich war viel zu früh am Flughafen, sodass ich Zeit hatte Ihn mir anzuschauen. Jedoch musste ich schnell feststellen dass es nicht so viel zu sehen gab, da es ein verdammt kleiner Flughafen ist. Also hieß es Flugpläne studieren.
Nachdem ich über jeden Flug an diesen Tag bescheid wusste, kam auch  Jana durch die Zollkontrolle und unser gemeinsames  Abenteuer konnte beginnen.
Von Auckland aus sind wir beide nach Piha gefahren um dort die ersten Tage zu verbringen. Piha, warum Piha…es liegt in wunderbarer Natur, man ist aus dem Auckland-gewussel heraus, aber es ist nicht so weit zu fahren vom Flughafen. Leider war das Wetter hier auch nicht sehr viel besser, es regnete immer wieder.



Trotz des nicht so tollen Wetters haben wir uns entschieden einige kürzere Wanderungen zu unternehmen. Wir mussten nur feststellen dass der Wanderweg mehrmals durch einen Bach führte. Durch den Regen der letzten Tage hatten diese nur leider etwas Hochwasser.




Einen Tag später gab es für mich Geburtstagsgeschenke, über die ich mich sehr gefreut habe. Danke an alle die an mich gedacht haben.


Nach den ersten Tagen ging es für uns dann wieder nach Auckland um einige Sachen für die nächsten Tage einzukaufen, langsam hörte es auf zu regnen und die Sonne kam heraus.  Anschließend sind wir nach Thames aufgebrochen, die Straße führte uns immer am Meer entlang dort hin.






Thames ist eine der ersten Städte auf der Coromaldel-Halbinsel. Die Coromadel-Halbinsel diente zuerst der Holzindustrie und dem Schiffbau um 1832. Bereits gute 100 Jahre später waren fast alle der riesigen Kauri-Bäume gefällt. Im Jahr 1852 wurde dort zum ersten Mal in Neuseeland Gold gefunden und 1867 auch in Thames. Heute sieht man noch überall alte Relikte aus jener Zeit.


Nach ein paar Hostels haben wir dann auch eines gefunden wo noch ein Zimmer frei war, dort ging der Tag dann langsam zu Ende.

Am nächsten Tag waren ein paar alte Kauri-Bäume unser Ziel, die man damals verschont hatte und die Rapaura Watergardens, welche in einen privaten Garten untergebracht sind und für jeden zugänglich sind.






Von dort aus ding die Kurvenreiche Straße weiter bis nach Coromandel Town wo uns der Sonnenschein langsam aber sicher verlassen hat. Am nächsten Tag haben wir ein paar kurze Wanderungen unternommen.




Das Wetter sollte nicht besser werden also haben wir uns entschieden wieder Richtung Süden zu fahren. Über die 309, einer Schotterstraße die 21km durch das bergige Hinterland, an Wasserfällen und Kauri-Bäumen vorbei zur Westküste führt.





Unsere Nächsten Ziele waren der Hot Water Beach. Wo man sich in den Sand ein Loch buddeln kann was sich dann mit warmem Wasser füllt und man dann so sein eigenes „Thermalbad“ hat. Jedoch macht das bei Regen nicht ganz so viel Spaß. Also ging es weiter zum Cathedral Cove, einem großen Felsentor direkt am Strand und siehe da, wir hatten wieder glück mit dem Wetter.
 




Cathedral Cove war eigendlich gesperrt, wegen herabstürzender Felsbrocken. Aber ihr wollt doch Bilder sehen;-)





Am Abend ging es weiter bis nach Tairua wo wir alleine im ganzen Hostel waren, vllt wussten die anderen alle dass es dort keine Heizung gibt und es gang schön kalt wird.

Irgendwie muss ich dann auch durch die Kälte meinen Bart verloren haben…

Am nächsten Tag sind wir nach Brocken Hill gefahren, einer alten Goldgräber Stadt von 1921, wo man sich heute einige Überbleibsel anschauen kann. Die Wanderwege zu den Überbleibseln gehen an alten Pochwerken vorbei und durch einen 500 Meter langen Stollentunnel hindurch.









Nachdem wir den ganzen Tag durch Schächte gebrochen und steile Berghänge hinauf sind haben wir es nur noch bis nach Whangamata geschafft.

Auch in diesen Hostel hatte man wohl die Heizung vergessen einzubauen, oder vllt waren es auch die Fenster die nicht richtig schließen. Auf jeden Fall war es auch hier nicht gerade angenehm warm. Warum wir aber unsere Kühltasche dort vergessen haben wissen wir auch nicht mehr so genau…

Aber die Sonne wärmte uns am nächsten Tag wieder und als wir gemerkt haben dass die Kühltasche nicht mehr unter uns weilt waren wir bereits in Tauranga. Also ging es einkaufen und dann weiter nach Rotorua. Man muss nur einmal tief Luft holen und weiß das man in Rotorua ist, denn nirgendswo anderes riecht es so dermaßen nach faulen Eiern wie hier. Der Geruch lag aber nicht an Eiern sondern an den dampfenden Thermalbecken und an blubbernden Schlammtümpel, irgendwie dampfte es einfach überall und der Geruch war immer pressend.






Am 3.7. sind wir beide quer durch die Nordinsel gefahren. An den Schneebedecken Berge des Tongario Nationalparks vorbei und durch die niemals endende Grassteppe im Süden der Nordinsel. Da wir uns entschlossen haben trotz, oder vllt auch wegen dem Winter auf die Südinsel zu fahren.

Lake Taupo

Mount Ruapehu im Tongario Nationalprak

Mount Ngauruhoe (Schicksalsberg) im Tongario Nationalpark


Somit war unser nächstes Ziel Plimerton, eine kleine Stadt kurz vor Wellington. Warum dort?!? In Wellington gibt es keine günstigen Parkplätze. Und siehe da wir hatten sogar den Luxus eines gemütlichen, beheizbaren Zimmers.