Dieses Jahr ist auch der Osterspaziergang anders wie sonst…
Am Ostersonntag sind Martin, Nico und ich zur Manuoha Hut gewandert. Diese befindet sich auf dem gleichnamigen Berg am Lake Waikaremoana im Nationalpark Te Urewera Nationalpark nördlich von Napier.
Die Wettervorhersage drückte ein wenig auf das Gemüht, da sie Regen prophezeite. Immerhin regnete es nicht als wir losliefen, so konnten wir in Ruhe die letzten Sachen in die Rucksäcke verstauen und los ging es.
Nach den ersten Metern wurde uns klar, dass es nicht einfach werden würde. Der Weg schlängelte sich steil einen sehr rutschigen und schlammigen Berghang hinauf, mit Überquerung von Bächen und riesigen Bäumen die im Weg herum lagen. Halt alles so wie man sich einen Urwald vorstellt.
An der Info-Station wollten wir eine Wanderkarte kaufen, jedoch gab es keine von dieser Wanderung und wir erfuhren dass es wohl 7-8 Stunden dauern soll, also müssten wir im Stock-Dunkeln an der Hütte ankommen.
Im unteren Teil der Tour war es drückend warm und wir musste den Weg suchen, da es nur ein kleiner Trampelpfad war der von großen Farnen bedeckt ist. Je höher wir stiegen umso dichter wurde der Nebel und die Nebelwolken brachten sehr viel Feuchtigkeit mit sich.
Der Weg wurde immer matschiger und schwieriger zu laufen. Die Hosen und Jacken waren schon lange nicht mehr trocken und langsam wurde es dunkel und kalt.
Man konnte die ganze Zeit nichts von unserem Ziel sehen, da der Wald zu dicht war und wenn wir auf eine kleine Lichtung kamen dann war der Nebel so dicht das man nichts von unserem Ziel gesehen hat.
Nach guten 5 Stunden erreichten wir die Baumgrenze und es gab nur noch kleine Büsche. Für kurze Zeit rochen wir verbranntes Holz, doch sehen könnten wir nichts.
Langsam tauchte vor uns ein Holzgestell auf und eine kleine Wetterstation. Wir standen auf dem Gipfel und es roch wieder nach verbranntem Holz.
Ein kleiner Weg führte wieder vom Gipfel herab und vor uns tauchte die kleine rote Hütte, mit qualmendem Schornstein auf. Nach nur 5 ½ Stunden erreichten wir die Hütte. Wir gingen hinein und uns grinsten 2 Gewehre an und die dazu gehörigen Jäger. Die beiden waren Vater und Sohn und waren schon 10 Tage in der Gegend unterwegs, hatten aber kein Glück bei der Jagd.
Wir kochten unsere Suppen, trockneten unsere Sachen und unterhielten uns mit den Jägern. In der Hütte war es mittlerweile so warm geworden das wir das Bier und Whiskey trinken nach draußen verlegten. Wir haben uns unter ein Vordach gesetzt aber selbst dort wurden wir durch den Nebel nass….irgendwann gingen wir dann schlafen.
Am nächsten Morgen sah das Wetter nicht besser aus….im Gegenteil, es regnete.
Unser Rückweg war derselbe den wir auch schon hinauf gelaufen sind, somit wussten wir was uns erwartet. Nach den ersten 2 Stunden waren wir bereits so durchnässt das wir keine Pause machten und einfach nur nach untern wollten. Die Einsichten „Pause“ war als wir Nico seine Cam gesucht haben, da er sie beim Pulli ausziehen liegen gelassen hat….er hat sie aber wieder gefunden.
So erreichten wir nach 4Stunden und 11 Minuten wieder mein Auto. Keine schlecht Zeit für einen Weg der mit 6 ½ Stunden ausgeschrieben war.