Wir hatten zwar ein beheizbares Zimmer, aber ausschlafen konnte man trotzdem nicht. Um halb 6 ging der Wecker los. Warum so früh werden sich vllt einige Fragen….unsere Fähre fuhr um 8 Uhr in Wellington los, eine Stunde vorher sollte man dort sein und bis ich aus dem Bett bin dauert es manchmal auch…..
Im Dunkeln ging es dann zu den Fähr-Terminals. Ein Auto nach dem anderen fuhr in die Fähre und es konnte losgehen.
Als wir das Hafenbecken verließen ging langsam die Sonne am Horizont auf, kurz darauf waren wir in der Cook Straße und sahen vor uns die Berge der Südinsel aus dem Meer herausragen.
Die Fähre bog in den Tory Channel ein und einige Zeit später in den bekannten Queen Charlotte Sound. Es ist schon beeindruckenden wie die, bis zu 400 Meter hohen, grünen Hügel aus dem Meer in die Höhe ragen.
Die gesamte fahrt von Wellington bis in das Hafenbecken von Picton dauerte 3.20 Stunden und war sehr windig.
In Picton hatten wir wieder das beste Wetter, blauer Himmel und keine Wolke am Himmel. Nach einem kurzen Stadtbummel sind wir dann nach Havelock aufgebrochen , jedoch haben wir die direkte Straße irgendwie verpasst und sind mit einen Bogen über Blenheim dorthin gekommen. Im Nachhinein war der Abstecher nach Blenheim natürlich gewollt….da wir ja was sehen wollten.
Auf dem Highway 6 ging es nach Pelorus Bridge, dort haben wir zwar keine Brücke gesehen aber einen schönen Wasserlauf.
Am Abend ging es noch weiter bis nach Nelson, wo wir auch übernachtet haben. Nach dem verzweifelten Versuch etwas zu finden wo man schön Abendessen kann, sind wir bei Burger King gelandet. Soviel zum Thema kulinarische Reise.
Das gute Wetter hat uns auch am nächsten Tag noch nicht verlassen und so ging es in Richtung Motueka, mit einem Abstecher auf die Rabbit Island, wo wir allerdings keine Häschen gesehen haben, aber einen super Strand hatten.
Mir kam es langsam so vor als wenn die Neuseeländer bei der Namensgebung einiger Orte ein wenig danebengegriffen haben.
Unser Ziel an diesen Tag war das kleine Städtchen Marahau, im Süden des Abel Tasmen Nationalpark. Der Nationalpark wurde nach einem Seefahrer benannt der hier ankerte.
Wir hatten uns dazu entschieden eine Tageswanderung im Nationalpark zu machen, die erste Tagesetappe von Marahau zur Anchorage Hut und wieder zurück.
Der Weg verlief am Anfang über einige Brücken bis er sich dann an den Klippen entlang schlängelte. Aller paar Kilometer ging ein kleiner Weg ab in Richtung Meer und man stand jedes mal an einen neuen menschenleeren Strand mit blauem Wasser.
Allerding verließ uns dann auch bald das schöne Wetter und auf dem Rückweg regnete es.
Am Abend waren wir dann 8 Stunden unterwegs und hatten gute 25 km hinter uns gelassen, das hatte man deutlich an den Füßen gemerkt.
Obwohl wir immer aufgegessen haben regnete es am nächsten Tag….erklären kann ich mir das auch nicht.
Wir fuhren nun in Richtung unserer nächsten Ziele, den großen Gletschern an der Westküste.
Dazu ging es erst einmal zurück nach Richmond, auf den Highway 6, nach Murchison wo es die meiste Zeit geregnet hat, weiter durch die Buller River Schlucht.
Wo es noch mehr regnete, als wir in den kleinen Städtchen Berlins waren regnet es nicht, sondern es hagelte so dermaßen das wir eine Pause eingelegt haben, da wir die Straße nicht mehr gesehen haben.
Kurz vor Westport ließ die Sonne wieder etwas von sich sehen. Die Straße führte nun bis nach Greymouth immer direkt am Meer entlang.
Uns bot sich ein fantastisches Schauspiel von riesigen Wellen die an die Klippen und auf die Strände prallten.
In Greymouth regnete es wieder und wir fanden einen Schlafplatz in einem alten Kloster.
Die nächsten Tage wollte uns der Regen auch nicht mehr loslassen.
Am nächsten Morgen sind wir dann zum Franz Josef Gletscher aufgebrochen, dass es geregnet hatte als wir dort ankamen erwähne ich jetzt einfach mal nicht. Wir mussten feststellen das der Ort Franz Josef (genauso wie Fox)ein reines Touristen Städtchen ist wo man ohne viel Geld auszugeben eigentlich nicht viel machen kann.
Aber den Gletscher kann man besichtigen und dies taten wir auch. Die Straße dorthin führte über eine große Schotterpiste, die Straße wurde im letzten Dezember von der Schneeschmelze mitgerissen und nun verlegte man sie.
| Wo bin ich ? |
Wir verbrachten noch einen weiten Tag mit kurzen Wanderungen um den Gletscher, leider ließen die Wolken nie einen kompletten Blick auf den Eishaufen zu.
Neuer Tag neues Glück, auf zum Fox Gletscher, der nur wenige Kilometer neben dem Franz Josef liegt und siehe da kein Regen aber verdammt kalten Wind….aber ok man kann ja nicht alles haben…
3 Tagen Eis reichten uns dann auch und wir fuhren weiter auf dem Highway in Richtung Wanaka. Auf dieser Strecke hatten wir noch den Haast Pass, mit einer Passhöhe von 563 m, vor uns. Dieser Pass liegt schon in der Schneefalls Grenze und wir wussten auch nicht wie viel Schnee uns erwartet. Es gab auch keine andere Straße die wir hätten nehmen können also setzten wir uns ins Auto und fuhren erst mal los.
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